Bruckberger Wallfahrt


275 Jahre Wallfahrt nach Maria Thalheim
Ein Bericht von Vitus Lechner

Bruckberg: Zahlreiche Bürger aus Bruckberg und Umgebung pilgern jährlich zur Marien Wallfahrt nach Maria Thalheim um dort bei der Gottesmutter um Trost, Beistand und Hilfe zu bitten. Maria galt als starke Frau und Fürsprecherin und so kamen die Gläubigen mit Gebeten, Fragen und Leid um Trost, Kraft und Inspiration zu erhalten. Generation für Generation haben die Menschen dort die Ermutigung erfahren.

Die Entstehung geht auf eine schlimme Zeitepoche zurück. Bei einer Seuchen Epidemie 1741 in Bruckberg kamen 58 Menschen einschließlich des Pfarrers um Leben. Häufige Wetterstürze und Unwetter haben mehrmals die ganze Ernte zerstört.

Aus den gegenwärtigen Unterlagen ist die erste Bruckberger Wallfahrt nach Maria Thalheim 1742 genannt.

Im Lauf der Zeit hat sich die Wallfahrt mehrfach verändert. Ursprünglich fand die die Wallfahrt immer am 16. Juni am Tag des heiligen Benno statt. Erst seit 1878 wurde die Wallfahrt auf den Pfingstmontag verlegt.

Die Art der Wallfahrt hat sich öfters verändert. So wurden anfangs die Fußwallfahrer mit Pferdefuhrwerken begleitet.

Als zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts das Fahrradfahren immer Populärer wurde kombinierte man einen Teil der Wegstecke mit dem Fahrrad.

Pfarrer und Dekan Anton Graßl hat die Wallfahrt 1975  reformiert und neu belebt. Beim Einzug der Bruckberger Pilger in Maria Thalheim kommt ihnen unter Glockengeläut der Wallfahrtspriester mit der Kopie des Gnadenbildes entgegen.  Zahlreiche Votivtafeln, Kerzen und Opfergaben geben uns ein Zeugnis von den Bitten und Dankbarkeit der Pilger.

Die Entstehung der Wallfahrt geht auf ein geschnitztes Marienbild unter einen Holunderstrauch zurück. Viele Gläubige trugen vor dem Bild ihre Anliegen der Gottesmutter vor und gar viele fanden wunderbare Erhörung. Da fassten die Bewohner Thalheims den Entschluss, eine Kapelle zu bauen und das Bild dort unterzubringen.

Am Pfingstmontag werden die Fußwallfahrer bereits um 2.00 Uhr morgens vom Dorfplatz an der Kirche abmarschieren. Um 6.30 Uhr ist der gemeinsame Weitermarsch von Wartenberg über Riding nach Maria Thalheim. Um 7.00 Uhr ist Abfahrt eines Busses von Pfarrhof Bruckberg nach Maria Thalheim.

Um 8.00 Uhr lädt Pfarrer Josef Steinberger zur Eucharistiefeier und Bittamt  in der schönen Mariä Himmelfahrtskirche ein.

Gerührt von der Schönheit und Freude Kirche können die Pilger ein frohes Herz hinaus nehmen in den Alltag

Nach einer Stärkung und Erfrischung ziehen die Teilnehmer noch bis Wartenberg. Dort endet in der Kirche nach dem Schluss Segen die Wallfahrt. Vitus Lechner

Bild: Wallfahrtskarte der Weg wurde zwar immer wieder geändert. Aber das Ziel Maria Thalheim blieb erhalten

Karte Vitus Lechner