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Erhalte, bewahre, aber nur nicht zerstöre. Jubiläum - 65 Jahre Heimatpflegeverein

Josef Staudinger, der Gründer des Heimatpflegevereins


Ende der 50er Jahren fand alles seinen Anfang. Zunächst schlossen sich 1957 die Bruckberger Bürger im Verschönerungsverein zusammen, um die Paulibergkirche vor dem Verfall zu retten. Die Bürger planten Heimatabende, einen Familienball sowie einen bunten „Dorfabend“, um Spenden zu sammeln. Mit dem gesammelten Geld setzte die Dorfgemeinschaft die alte Kirche wieder instand.



Fritz Heilmeier und Josef Staudinger beim Säubern der Drachenköpfe (Wasserspeier).


Im Februar 1959 wurde der „Verein für Heimatpflege“ durch den Organisator Polizeiinspektor Josef Staudinger im Gasthaus Oberhauser offiziell gegründet. Die Vorstandswahl ergab folgendes Ergebnis: 1. Vorstand J. Wimmer, Brauereibesitzer in Bruckberg, 2. Paul Vilser, Landwirt in der Bruckbergerau, Schriftführer und Organisationsleiter Polizeiinspektor Staudinger, Kassier Fritz Heilmeier, Kaufmann, Bruckberg sowie von jeder Gemeinde 4 Beisitzer. Als letztes Gründungsvorstandsmitglied verstarb im letzten Jahr Fritz Heilmeier.




Heute noch steht das von Paul Vilser entworfene Vereinswappen mit den drei Bruckberger Türmen für den Verein.


Bei der Gründung zählte der Verein über 250 Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag wurde mit 5,- DM festgelegt. Dieser wurde bis heute nicht erhöht, lediglich von 5 Mark auf 5 Euro umgewandelt. Die Vereinsmitglieder haben seither viel geleistet. An zahlreichen Aktionen wie Natur, Landschaft und Denkmalschutz hat sich der Verein stets beteiligt. Der Leitspruch lautet: „Erhalte, bewahre, aber nur nicht zerstöre“. In den 80er Jahren gestalteten einige Mitglieder ein Heimatblatt, das an alle Haushalte verteilt wurde. Bei den Ausgrabungen in den Mooswiesen durch das Landesamt für Denkmalschutz entstand zum wiederholten Male der Wunsch nach einem Museum, um die Schätze der Heimat zu zeigen. Die Umsetzung sollte noch viele Jahre dauern - bis zur Eröffnung im September 2021. Auch das Gemeindearchiv wurde nach der Gebietsreform von Mitgliedern des Vereins in 2-jähriger Arbeit aufgebaut.



Als Anfang der Jahrtausendwende erneut die Renovierung der Paulibergkirche anstand, hat sich der Verein für die archäologische Untersuchung eingesetzt.


Kreuzwegstation an der Paulibergkirche


Die Außenanlagen des alten Friedhofes an der Bergkirche sowie der Kreuzweg mit den vom Künstlerpfarrer Robert Hegele gestalteten Figuren wurde vom Heimatpflegeverein kräftig unterstützt.


Auch das Ziel eines Museums wurde beharrlich verfolgt. In über 4000 Arbeitsstunden sanierten die Mitglieder das gemeindliche Wiesbeckhaus, in dem sich nun das moderne Museum Vinum Celticum befindet. 



"Hebweih" am Keltenhaus


Wie bei den Kelten wird ein Weidengeflecht am Keltenhaus angebracht. Der Lehmputz folgt.


Des Weiteren wurde ein Brotbackhaus gebaut und das barrierefreie Keltenhaus errichtet, in dem ein virtueller Rundgang durch das Museum möglich ist. Der Bau des Keltenhauses wird in einem Film im Museum gezeigt.


Ein schöner Dorfmittelpunkt.


Zum Kennenlernen unserer Heimat führt unser Heimatforscher Vitus Lechner zahlreiche Wanderungen und interessante Vorträge durch, die sich großer Beliebtheit erfreuen. In den Heimatbücher der verschiedenen Ortsteile bleibt der Charme der alten Häuser und Dörfer erhalten. Die Vereinsmitglieder sind gerne bereit, weitere heimatkundliche Aktionen in Angriff zu nehmen, beispielsweise die Wanderwege im Gemeindegebiet und Brotbackaktionen im vereinseigenen Holzofen. Die Wertschätzung der Heimat und Natur sowie die gemeinschaftlichen Unternehmungen, die sozialen Kontakte und der Spaß bei den Aktionen stehen immer an erster Stelle.

 

Helga Baier

 

 

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