Länderübergreifende Vernetzung der Museen

Erschienen in der Landshuter Zeitung am 11.August 2022




Bereits im Frühjahr 2019 besuchten einige Mitglieder des Museumsteams im Rahmen der eigenen Museumsplanung das Keltenmuseum in Hallein. Bei einer hochinteressanten Führung konnten sie in die Welt der Kelten und des Salzabbaus eintauchen. Der Kontakt wurde über die Jahre aufrechterhalten und kürzlich besuchte der Historiker und Kulturvermittler des Keltenmuseums in Hallein Benjamin Huber das Bruckberger Museum Vinum Celticum (von LEADER gefördert). Um einen ersten Eindruck von der Bruckberger Gegend zu vermitteln, wanderten Vitus Lechner, Dagmar Michel und Helga Baier mit Benjamin Huber zum höchsten Punkt von Bruckberg.



Oberhalb der Paulibergkirche eröffnet sich ein wunderbarer Blick ins Isartal mit Blick auf Landshut, die Kühberge, die Lössterrassen, das Bruckberger Schloss und auf die gegenüberliegende Isarseite. Von der langen Geschichte der Paulibergkirche war Huber sehr begeistert. Das Keltenhaus mit dem barrierefreien Zugang überraschte den Experten „Die Gestaltung des Keltenhauses und des Gartens mit der Wandmalerei vermittelt dem Besucher einen hervorragenden Einblick in das Leben der Kelten“. Besonders interessant fand Huber auch die Geschichte des „Wiesbeck Hauses“, das sich seit 1999 im Besitz der Gemeinde befindet. Anfang der Jahrtausendwende wurde dieses von zahlreichen Mitgliedern des Heimatpflegevereins in ihrer Freizeit in über 4000 Stunden kernsaniert und umgebaut.



Der etablierte Kulturvermittler für Archäologie und Antrophologie war begeistert von der Ausstellung über die Hallstattzeit, den Weinanbau und die Römer: „Es ist unglaublich, was hier in diesen Räumen geschaffen wurde. Trotz der räumlichen als auch die finanziellen Grenzen ist es gelungen, die Geschichte in hervorragender und hoch interessanter Ausstellung durch Objekte, Wort und Bild darzustellen.“ Das Bruckberger Team war ihrerseits fasziniert von den Erläuterungen Hubers über das neue museumspädagogische Projekt im Keltenmuseum in Hallein. Die neue Ausstellung „Knochenlabor“ legt ihren Schwerpunkt auf Schüler und Gestaltung mit Familien. Auch im Bruckberger Museum werden zukünftig Programme für Schüler angeboten, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz. Programme für Familien sind ebenso in Vorbereitung.

Nach einer Stärkung besuchte die Gruppe auf einer 10 km langen Wanderung die Hügelgräber in den Mooswiesen sowie die die Hügelgräber im Wald bei Pörndorf, Lichtenwart, das magische Dreieck und den Ludwigshain wobei der Heimatforscher die Geschichte des Ortes lebendig erzählte. Bei den anschließenden Gesprächen wurde eine länderübergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit beschlossen.


Das Museum Vinum Celticum ist jeden Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Die Museumsbetreuer führen die Besucher gerne durch die Räume. Die Luftbilderausstellung vom Gemeindegebiet Bruckberg ist noch bis Mitte August zu besichtigen. Im Anschluss wird der Raum für die Ausstellung „Hochzeit anno dazumal“ umgestaltet. Führungen sind jederzeit über die Homepage des Heimatpflegevereins buchbar.

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