Vom Schädel zum menschlichen Antlitz - der Kelte Brogilo bekommt sein Gesicht

Aktualisiert: 9. Juni

Erschienen am 16. März 2022 in der Landshuter Zeitung


Um ein menschliches Gesicht allein anhand eines Schädelknochens zu rekonstruieren, braucht es vor allem eine gute Kenntnis der menschlichen Anatomie. Die Forensikerin

Dr. Constanze Niess hat den Prozess von "Brogilo" fotografisch festgehalten. Das Gesicht wird, basierend auf den Gewebestärken der Weichteilgewebe, Schicht für Schicht mit Plastilin auf dem Schädel aufgebaut. Eine solche Rekonstruktion hat natürlich auch ihre Tücken. Die passende Augenfarbe der Kunstaugen auszusuchen ist laut Dr. Constanze Niess mitunter einer der schwierigsten Schritte - es gibt in jeder Augenfarbe Hunderte von Abstufungen.


Das 3D-Modell wurde nach der Vermessung des Schädels angefertigt.



Da der Unterkiefer fehlte, musste dieses nachmodelliert werden.



Das 3D-Modell mit Augen auf einem Holzgerüst zur Weiterbearbeitung.



Zunächst werden Weichteilmarker für die Muskel-, Fett- und Hautschicht angebracht.




Die erste Schicht Plastilin wird aufgetragen.




Augenlieder und Lippen sind vorgeformt.



Das Gerüst für die Nasenspitze wird angebracht.



Die Grundmodellierung ist fast beendet.Was fehlt noch?



Die Ohren werden angebracht.



Die fertiggestellte Rekonstruktion mit Bart und Haar.



Am Ende bekommt Brogilo einen Teint sowie braune Haare und Bart.


Die Bilder über den Verlauf der Gesichtsrekonstruktion wurden uns dankenswerterweise von Dr. Constanze Niess zur Verfügung gestellt.

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