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Wie "Stille Nacht! Heilige Nacht" wirklich entstand - Benjamin Huber vom Stille Nacht Museum Hallein

Aktualisiert: 17. Jan.


"Es war am 24. Dezember 1818....."



Bereits seit einigen Jahren pflegen die Betreuer des Museums „Vinum Celticum“ den guten Kontakt mit dem Historiker Benjamin Huber vom Stille Nacht Museum in Hallein. Trotz widriger Verkehrs- und Wetterlage reiste Benjamin Huber nach Bruckberg, um am Abend über die Entstehung des wohl berühmtesten Weihnachtsliedes, aufgrund der Einladung vom Heimatpflegeverein, Christlichen Bildungswerk und der Pfarrei, zu referieren. Zunächst stimmte der Volksmusikpfleger Anton Meier mit der Gemeindereferentin Maria Liegert und den Gästen ein Rorate an. Danach berichtete Benjamin Huber einleitend über die politische Neuordnung Salzburgs am Beginn des 19. Jahrhunderts. Vor diesem Hintergrund – den Kriegswirren, der Armut, aber auch der Hoffnung – entstand im Jahr 1816 das Gedicht „Stille Nacht! Heilige Nacht! Joseph Mohr, ein junger Priester aus Salzburg, schrieb die insgesamt sechs Strophen in Mariapfarr bei der Betrachtung des Hochaltars nieder, wo er als Kooperator wirkte. 1817 kam Mohr nach Oberndorf und traf auf den Organisten Franz Xaver Gruber. Am 24. Dezember 1818 übergab Joseph Mohr den Text an den musikkundigen Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber, der die heute weltbekannte Melodie in wenigen Stunden verfasste.



Gruber komponierte das Lied auf Verlangen Mohrs für die Gitarre, ein Instrument das in Kirchen damals nicht üblich war. In Oberndorf gab es damals lediglich ein Orgelpositiv, das in einem schlechten Zustand war, was ein Grund für die Verwendung der Gitarre sein könnte. Die entzückende Geschichte, dass Mäuse die Blasebälge angenagt haben, gehört damit leider in die Welt der Märchen. Als das Lied 1818 erstmals in Oberndorf nach der Weihnachtsmesse erklang, dachte keiner der beiden Männer an die weltumspannende Wirkung der einfachen Komposition.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts verbreitete sich das Lied rasant und traf jene, die es hörten ins Herz. Es wurde vielfach rezipiert, die Verfasser blieben jedoch unbekannt. Erst nach dem Tod Grubers gelangten der Textdichter und Komponist in das kollektive Bewusstsein. Der Enkel Grubers, Felix Gruber, machte einen Teil seiner Familiengeschichte populär. Anhand von Originaldokumenten, Fotos und Abbildungen aus dem Stille Nacht Archiv Hallein sowie seiner lebendigen Erzählung, zog Benjamin Huber die Besucher in seinen Bann. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam das in über 300 Sprachen übersetzte Lied der „Stillen und Heiligen Nacht“.




Vortrag von Kulturreferent Benjamin Huber vom Stille Nacht Museum in Hallein


Im Jahr 1818 entstand in Oberndorf das Lied "Stille Nacht! Heilige Nacht!", das in den darauf folgenden Jahren einen Siegeszug um die Welt feierte. Die Begeisterung für Musik verband den Lehrer Franz Xaver Gruber und den Pfarrer Joseph Mohr, die das Lied am 24. Dezember 1818 erstmals aufführten. Historische Bilder und Originaldokumente erzählen die Geschichte des Liedes.


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