Jakobusweg - Wanderung am 25. Juli 26 von Obersüßbach nach Bruckberg
- Helga Baier

- 7. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Aug.

Text und Bilder Helga Baier
„In früheren Zeiten pilgerten die Menschen überwiegend aus religiösen Gründen. Heute sind viele Pilger unterwegs, um dem Alltagsstress zu entfliehen. Vielleicht finden wir Ruhe zur inneren Einkehr auf dem Weg in der Natur“, begrüßte Heimatforscher Vitus Lechner die in der Kirche von Obersüßbach versammelten Pilger.

Jakobuskirchen standen meist an alten Handelswegen und so entstanden die Pilgerstraßen. In Obersüßbach erzählte Gabi Lechner vom alten Schloss von Sießbach, das dem dreißigjährigen Krieg zum Opfer fiel.

Der Weg führte auf schmalen Pfaden durch Wiesen und Wälder. An verschiedenen geschichtsträchtigen Orten wurde Halt gemacht und Lechner berichtete über die Menschen, die hier einst lebten und verwies auf einige Hügelgräber, die heute im Wald noch sichtbar sind. Bergauf und bergab führte der Weg zur St. Nikolauskirche von Geberskirchen, die an einem besonderen Platz steht. Zum Teil wurden die Steine von der ehemaligen Burg auf dem Bocksberg zum Bau der Kirche verwendet. Zu einer Pilgerwanderung gehört auch innere Einkehr und so erzählte Angelika Mayer über Mutter Erde, die Natur und Steine. „Wer mag, kann einen schönen Stein sammeln und ihn später an einem besonderen Ort, mit allem was man gerne los werden möchte, niederlegen“.

Am Bocksberg vorbei, wo einst Friedensverhandlungen stattfanden, führte der Weg durch schattenspendenden Wald über Eggersdorf nach Pörndorf. In der Mariä Himmelfahrt Kirche berichtete Lechner über einige Besonderheiten der Kirche und Angelika Mayer sorgte mit ihren Texten und Liedern für besinnliche Momente.

Anschließend wurde die Gruppe von der Familie Hartauer empfangen, wo dankenswerterweise kühle Getränke und Sitzgelegenheiten zur Rast einluden.

Die nächste Etappe der 15 Kilometer langen Strecke, auf der auch die Bockerlbahn bis 1961 fuhr, führte in einen Ort mit himmlischem Namen. In der Kirche von Engelsdorf hängt ein seltenes Bild der Heiligen Kümmernis. Die ältesten Glocken in der Umgebung läuten hier zum Gebet. Über einen Panoramaweg mit Blick ins Isartal wanderte die Gruppe ihrem Ziel entgegen. Mit einem Dankgebet in der Jakobus Kirche von Bruckberg fand der Abschluss der Wanderung statt und alle Pilger erhielten einen Pilgerstempel.





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